Weniger als fünfzig Prozent aller Bundesbürger gehören heute noch einer der christlichen Kirchen an. Mehr denn je Menschen treten aus den Kirchen aus. Viele der Menschen, die bleiben, sind unzufrieden mit dem, wie sie ihre Kirchen erleben. Ein gewaltiger Reformstau steht offensichtlich an. Da tut die mutige Stimme einer äußerst engagierten Ordensfrau Not. Sie bringt deutlich zum Ausdruck, dass nur eine Kirche, die synodal verfasst ist, die geschwisterlich untereinander umgeht und die uneingeschränkt ökumenisch denkt und handelt noch Zukunft hat. Insbesondere die Frage der Stellung der Frau in der katholischen Kirche ist heute und morgen entscheidend über die Zukunft der Kirche. Ohne sie hat Kirche keine Zukunft. Kirche kann nur dann wieder glaubwürdig sein, wenn ihre Strukturen, ihre Machtverteilung und ihr Umgang mit den eigenen Mitgliedern und den Ressourcen dem Geist Jesu Christi entsprechen.
Die Referentin spricht Klartext. Eine unerschrockene Stimme für all das, was den Menschen gegenwärtig innerkirchlich unter den Nägeln brennt.