Gregor XIII. (1502 – 1585) wurde erst mit 70 Jahren Papst und blieb es bis zum 83. Lebensjahr. Sowohl körperlich als auch geistig vital bestieg er sein Pferd bis zuletzt ohne Hilfe, vor allem aber führte er die katholische Kirche in neue Zeiten.
Heute ist Gregor XIII. vor allem deshalb bekannt, weil er eine Kalenderreform durchsetzte. Davor galt in Europa mehr als 1500 Jahre lang der sog. „Julianische Kalender“, benannt nach dem römischen Kaiser Julius Cäsar. Dieser Kalender wich aber damals um zehn Tage vom tatsächlichen Lauf der Sonne ab.
Zur Vorbereitung der Reform berief Gregor die besten Mathematiker und Astronomen seiner Zeit, für deren Forschung er eine Sternwarte errichten ließ. Auf dieser Basis ließ er 1582 zehn Tage streichen, was die Ostkirche bis heute nicht akzeptiert.