Heute unvorstellbar, aber um 1850 gab es in Oberschwaben kaum Hilfe für Alte und Kranke. Jahrhundertelang hatten die Franziskanerinnen diese Aufgabe erfüllt. In der Säkularisation von 1802 aber wurden ihre Klöster vom Königreich Württemberg aufgehoben und zwar erbarmungslos und ohne Ersatz.
Hart traf es auch das württembergische Wangen. Dort wurde das Kloster der Kapuziner, die auch das Umland als Krankenseelsorger betreut hatten, 1829 aufgehoben.
Erst 1929 bezogen wieder Franziskaner ihr heutiges „Klösterle“.
Die Lücke füllten ab 1854 Vinzentinerinnen aus Untermarchtal. Franziskanerinnen aus Siessen betreuten ab 1928 die Kinderheilstätte. Die Franziskanerinnen von Bonlanden waren nie in Wangen, aber Faustin Mennel, ihr verehrter Gründer kam von dort.