keb Kursgruß - Beiträge unserer Referenten*innen

Bibel & Leben : Standhalten - in der KRISE!

Ein Beitrag zur Aktion "Kursgruß" von Bernhard Baumann
Referent der keb Kreis Ravensburg e.V. im Kurs "Bibel & Leben"

Liebe Weggefährten – gerade auch in kritischen Zeiten, auf dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklungen sind Kursabsagen unausweichlich, ein Akt selbstverständlicher Solidarität. Für meinen Kurs möchte ich anfügen, dass mir dieser Schritt ausgesprochen leid tut. Ich habe mich sehr auf den Kurs gefreut, weil derzeit ein Austausch und eine Auseinandersetzung - eine spirituelle Auseinandersetzung - mit den Beobachtungen, Geschehnissen und Erfahrungen auf den verschiedensten Ebenen so, so Not täte. Mühen wir uns, jeder auf seine Weise, dran zu bleiben und die Tiefendimension nicht aus dem Blick zu verlieren.

Das erste Gleichnis, das Markus in seinem Evangelium uns von Jesus überliefert, ist das Gleichnis vom Sämann. Jesus erzählt seinen Jüngern, wie ein Sämann genau das tut, was ein Sämann tun muss: Die Saat ausbringen, auch im Anblick der erkennbaren Schwierigkeiten und Gefahren. Er erzählt dieses Gleichnis in dem Moment als sich elementarer Widerstand gegen sein Wirken und gegen seine Botschaft ankündigt, als die Jünger in ihrer Jesus-Nachfolge zutiefst verunsichert sind, als sich die große KRISE sich abzeichnet. Die Erzählung ist eine Mut-Mach-Geschichte. Auch wenn da noch so große Schwierigkeiten das Wachstum hindern oder aufhalten – die Ernte wird überreich sein – so, dass jeder gut davon leben kann.
Vielleicht würde Jesus uns diese Geschichte in unserer augenblicklichen gesellschaftlichen Situation genau so wieder erzählen:

Das Gleichnis vom Sämann
1 Und wieder begann er, am Ufer des Sees zu lehren, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. 2 Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: 3 Hört! Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. 4 Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. 5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht. 8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, sechzigfach und hundertfach. 9 Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

Gleichnisse Jesu laden immer zu gedanklichem Rollenspiel und zum Perspektivenwechsel ein: Wo stehst du? Was ist dein Beitrag, dass Leben gelingt? Konkret auf das vorliegende Gleichnis bezogen: Wer ist der Sämann? Wer/ Was ist das Korn? Wer/ Was steht für welchen Boden? Wo stehst du? Trägst du von allem Anteile in dir? Was tust du, dass es zur Ernte kommt?
Im Kern der Erzählung weist Jesus auf die Kraft des Vertrauens hin. Üben wir uns darin.
Wer durch konkretes Erleben Erfahrungen mit den Gleichnissen vom Wachstum machen möchte, dem sende ich gerne keimfähiges Saatgut zu (bernhard-baumann@gmx.de).

Ich grüße Sie ganz herzlich. Bleiben Sie gesund an Leib und Seele!

Schalom

Bernhard Baumann

Bild von Florian Pircher auf Pixabay

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