Freiwilliges Ordensjahr – ein Angebot für alle!

Ein Beitrag zur Aktion "Kursgruß" von Sr. Maria Stadler, Missionarin Christi, Koordinatorin des "Freiwilligen Ordensjahrs" der Deutsche Ordensobernkonferenz

Bild:Freiwilliges Ordensjahr – ein Angebot für alle! Ordensjahr – ein Angebot zum Mitleben: Eingeladen sind alle zwischen 18 und 75 Jahren, die offen für das Ordensleben sind und das Leben mit den Schwestern oder Brüder teilen wollen. Der Einsatz sollte mindestens drei Monate und höchstens zwölf Monate dauern. Konkret heißt das: ich lebe Tür an Tür mit den Schwestern oder Brüdern und benütze die Küche, das Wohnzimmer, vielleicht sogar das Bad mit ihnen gemeinsam. Es bedeutet, dass ich mit ihnen an einem Tisch esse, mit ihnen lache, rede, schweige... Ich bin in dieser Zeit ein Teil der Klostergemeinschaft. Und die Schwestern und Brüder sind in dieser Zeit Teil meines Lebens.

Ordensjahr – eine Angebot zum Mitbeten
Das Leben wird miteinander geteilt. Dazu gehört in einem Kloster wesentlich und entscheidend das Gebet dazu.
Konkret heißt das: ich lasse mich auf das Gebetsleben der Gemeinschaft ein. Ich bete täglich gemeinsam mit ihnen und tauche ein in die Welt der Psalmen. Ich bete diese Gebete, die viele Jahrhunderte alt sind und die auch Jesus schon gebetet hat. Das bedeutet dann, mein Tagesablauf wird vom Gebet bestimmt und strukturiert.

Ordensjahr – ein Angebot zum Mitarbeiten
Das Ordensjahr wird oft mit dem Wort „ora et labora“ – „bete und arbeite“ in Verbindung gebracht. Etwas, was im Kloster zusammengehört: Gebet und Arbeit. Im Ordensjahr kann ich erfahren, wie das ist, wenn beide Teile sich gegenseitig durchdringen. Das heißt, meine Arbeit wird zum Gebet – zumindest kann ich es erahnen, was das bedeuten kann.

Ordensjahr – ein buntes Angebot
Auf der Homepage zum Ordensjahr findet sich eine Landkarte, auf der die verschiedenen Gemeinschaften markiert sind, die beim Freiwilligen Ordensjahr mitmachen. Eine bunte Angelegenheit! Hier findet man Schwesterngemeinschaften, die zu dritt in einem sozialen Brennpunkt in einer Großstadt leben und deren Aufgabe es ist, für die Menschen am Rande da zu sein und mit ihnen zu leben. Dann gibt es andere, die fernab jeder Großstadt in einem Kloster leben und ihre Türen öffnen für alle, die Stille und Orientierung suchen. Es gibt Ordensgemeinschaften, die tagsüber viele Zeiten des Schweigens haben und innerhalb ihres Klosters arbeiten. Andere gehen ihrem Beruf nach und arbeiten zum Beispiel in einem Krankenhaus. Bei aller Vielfalt ist aber eines für alle gleich: jede Schwester und jeder Bruder lebt aus der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Und jede Gemeinschaft will mit und für die Menschen da sein.

Ordensjahr - eine Erfahrung für das Leben
In Deutschland ist das Freiwillige Ordensjahr Mitte Juli 2019 gestartet, in Österreich läuft es bereits im vierten Jahr. Es zeigt sich, dass das Ordensjahr eine sehr gute Sache ist und für alle Beteiligten – Orden wie auch den Teilnehmern – eine wichtige Erfahrung geworden ist.
Herzliche Einladung - besuchen Sie unsere Website mit den Berichten zum Ordensjahr!

Schwester Maria Stadler ist Koordinatorin des „Freiwilligen Ordensjahrs“ der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK). Die keb Ravensburg plante in Kooperation mit der keb der Dekanate Biberach und Saulgau und der keb Bodenseekreis in Zusammenarbeit mit den der Abtei St. Ehrentraud in Kellenried und mit den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal mit der Referentin einen Informationsabend. Die Veranstaltung soll noch einmal angeboten werden. Der Termin steht noch nicht fest.
(Foto: Angelika Kamlage)

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